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Trauermonat November: Wie Senioren Trost erhalten

Gerade haben uns noch am „goldenen Oktober“ gefreut, da taucht er schon auf: der Trauermonat November. Manch älterer Mensch fürchtet sich regelrecht vor ihm. Senioren leben noch im Rhythmus einer Zeit, die stark ritualisiert war. Im November gedenkt man in christlich geprägten Regionen an diesen Tagen der Verstorbenen:

  • November – Allerseelen, katholische Christen beten für ihre Verstorbenen und besuchen die Gräber.
  • Vorletzter Sonntag im November – Volkstrauertag, man gedenkt der Toten aus den zwei Weltkriegen sowie an Opfer von Gewaltherrschaft.
  • Letzter Sonntag im November – Ewigkeitssonntag, evangelische Christen beten für ihre Verstorbenen und besuchen die Gräber.

Auf Menschen, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden, kann der November wie eine Bedrohung wirken. Das ist verständlich. Was können Angehörige und Pflegende dann tun?

Die Kraft des Glaubens

Leben wir in einer Zeit der ewigen Jugend? So scheint es zumindest. Man ist sportlich, spontan und faltenfrei. Je nach Typ klappt das auch ganz gut bis ins hohe Alter. Aber bei jedem Menschen lassen die Kräfte irgendwann mal nach. Dieser Verlust wird im dunklen und diesigen November deutlicher wahrgenommen. In vergangenen Zeiten gaben die Kirchen mit ihren Ritualen Halt. Die oben beschrieben Feiertage und der sonntägliche Besuch des Gottesdienstes spendeten Zuspruch und stärkten den Glauben an ein Leben nach dem Tod. Was können Senioren tun, die nicht mehr mobil sind und deren Umfeld jung, vielleicht glaubenskritisch ist oder aus einer anderen Kultur stammt? Hier können die Medien helfen:

  • Kirche in Radio und Fernsehen
    Jeder Sender hat einen Bereich für den Glauben. Bekannt ist natürlich das „Wort zum Sonntag“ – die zweitälteste Sendung der ARD nach der Tagesschau. Ältere Menschen können sich über Teletext, der christliche Inhalte vermittelt, informieren. Einen prima Überblick zu christlichen Beiträgen in Radio und TV bietet rundfunk.evangelisch.de – alle großen Medienanstalten sind vertreten.Direkt auf der Startseite gibt es tagesaktuelle Audios. Einfach anklicken und zuhören.
  • Kirche in den sozialen Medien
    Die beiden großen christlichen Kirchen betreiben je eine Fanpage (@katholisch.de und @ekd.de) auf Facebook und sind unter den Kürzeln auch auf Twitter zu finden. Via Instagram zeigt sich bis Oktober 2018 nur die katholische Kirche. Außerdem gibt es verschiedene Apps, die sich mit Kirche und Glauben beschäftigen.Pflegende Kräfte sind heutzutage mittels Smartphone mit der Welt verbunden. Da ist es einfach, eine Information dieser Kanäle an die ältere Person weiterzugeben. Unser Tipp: ein Tablett anschaffen. Das ist leicht und kann überallhin mitgenommen werden.
  • Kalender
    Wer „Abreißkalender Kirche“ in die Suchmaschine eingibt, findet schnell. Täglich gibt es mit diesem traditionellen Medium einen Satz, der zum Nachdenken anregt oder einfach tröstet.

Der christliche Glaube ist bi uns dominierend. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass viele Menschen aus anderen Ländern mit anderem Glauben zu uns kamen und kommen. Sie leben hier als Senioren.Die Seniorenbetreuung und -pflege von Gläubigen des Islams, Hinduismus, Buddhismus und auch des Judentums wird viel stärker durch die Familie getragen als es bei Christen der westlichen Welt inzwischen üblich ist. Sollten Sie jedoch in diese Situation kommen, dann suchen Sie das Gespräch mit anderen Gläubigen dieser Weltreligionen: Welcher Radio- oder TV-Sender könnte Zuversicht spenden, welche Fanpage ist geeignet, welcher Youtube-Kanal passt? Vielleicht hilft schon etwas traditionelle Musik über eine trübe Stimmung hinweg.

Die Kraft der Erinnerung

In der Jugend liebt man die Zukunft. Alte Menschen bewegen sich gedanklich lieber in der Vergangenheit, wo der eigene Tod keine Rolle spielt. Logisch, oder? Darum ist es freundlich, alte Menschen auf ihre Vergangenheit anzusprechen, mit ihnen mittels Fotos oder Unterhaltung dorthin zurückzugehen. Ein verblüffendes Beispiel für diesen Prozess ist der bekannte Talkmaster und Jurist Alfred Biolek, der im Sommer 2018 in einem beachteten Interview mit dem SZ-Magazin über das Alter spricht. https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/ich-kann-noch-karotten-schnippeln-aber-fuer-mehr-reicht-es-nicht-85924

Auch im Bereich „Erinnerung“ kann ein Tablett helfen, denn Wischen ist für alte Menschen einfacher als das Blättern im Fotoalbum.Bilder abfotografieren oder einscannen und digitale Alben anlegen. Steht auf dem Speicher noch ein Tonbandgerät? Wenn die Lieben aus der Vergangenheit zu einem sprechen, ist das vielleicht etwas unheimlich. Klären Sie das einfach ab. Wenn der Senior oder die Seniorin durch die geliebte Stimme getröstet ist, macht es Sinn, das alte Gerät in Schwung zu bringen. So verhält es sich auch mit altem Filmmaterial.

Die Kraft der Heiterkeit

Lachen ist gesund – auch im November!Knüpfen Sie hier an den Punkt „Erinnerung“ an. Auf Youtube gibt es unzählige Filme und Fernsehformate aus der Vergangenheit, die einfach gute Laune machen. Suchen Sie nach Serien aus einer Zeit, als der flimmernde Fernseher das flackernde Lagerfeuer ersetzte. Es reicht schon nach Showmastern wie Joachim Fuchsberger, Peter Frankenfeld oder Hans Rosenthal zu googeln. Ein Garant der guten Laune mit Tiefgang unserer Tage ist Eckart von Hirschhausen – Moderator, Mediziner, Zauberkünstler, Comedian und Schriftsteller. Empfehlenswert sind alle Bücher des Multitalentes. „Wunder wirken Wunder“ sowie „Glück kommt selten allein …“ können gut vorgelesen werden und regen zum Gespräch an. Für pflegende Angehörige ist die Lektüre von „Die bessere Hälfte“ entspannend. Mit Co-Autor Prof. Dr. med. Tobias Esch beleuchtet von Hirschhausen die zweite Lebenshälfte – und darin stecken die Kinder der Senioren ja in der Regel …

Die Kraft von Butterbrot

Ja, sie haben richtig gelesen! Kummer macht lustlos.Selbst das Essen kann in der dunklen Jahreszeit zuviel sein. Pflegende Menschen haben dann die besondere Pflicht, auf die richtige Ernährung zu achten:

  • Gut ist erstmal alles, was schmeckt und vom Arzt nicht verboten wurde.
  • Vitamin C stärkt das Immunsystem. Angesagt sind frisches Obst sowie fermentierte Gemüse wie Sauerkraut.
  • Auch Gewürze können die Lebensgeister anregen: Ingwer als Tee ist inzwischen bekannt. Spannend ist es aus Pfeffer einen Sud herzustellen: einen Teelöffel Pfeffer zerkleinern mit 150 ml heißem Wasser angießen und abgekühlt mit Zitronen saft und Honig abschmecken.

Wir schließen diesen Reigen an Ideen mit einem letzten Tipp ab: Schon im November an Weihnachten denken.Wer jetzt die Geschenke auswählt, kommt auf schöne Gedanken an seine Lieben und später nicht in Stress …

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