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Desinfektion und Hygiene im Alltag von Senioren

Heute einfach „Katzenwäsche“ gemacht? Die Redensart spielt auf die besondere Art der Körperreinigung an: schnell und mit wenig Wasser. Beobachtet man das Tier, stimmt das nur zum Teil. Ja, Katzen meiden Wasser. Aber sie putzen sich zwei bis drei Stunden täglich – sind also sehr ausdauernd in der Pflege. Und wie ist das bei Senioren? Hygiene des Körpers und des Wohnumfeldes ist für ältere Menschen besonders wichtig. Keime und Bakterien müssen in Schach gehalten werden, da ihr Immunsystem oft nicht mehr optimal funktioniert. Allerdings fällt die Reinlichkeit im Alter nicht immer leicht. Aber: Es gibt ein paar frische Ideen.

Inhalt

  • Warum riechen Senioren anders?
  • Wie gelingt Hygiene in der Wohnung?
  • Was hält den Körper frisch?

Oma riecht komisch

Wer einmal den Duft eines Säuglings eingeatmet hat, kann danach süchtig werden. Obwohl Babys in den ersten Wochen kaum gebadet werden müssen – von gründlicher Reinigung rund um den Popo abgesehen – senden sie einen köstlichen Duft aus. Wir werden älter und riechen leider immer strenger. Für dieses Phänomen gibt es verschiedene Gründe:

  • Nahrung – Senioren essen oft von Großküchen vorbereitetes Essen. Dessen Nährstoffe unterscheiden sich meist von frisch Gekochtem. Der Körper dünstet anders aus.
  • Zahnpflege – eingeschränkte Motorik und Vergesslichkeit führen zu nachlässiger Zahnpflege und somit zu Mundgeruch.
  • Stoffwechsel – schon in der Mitte des Lebens bemerken wir eine Veränderung des Stoffwechsels: Wir brauchen weniger Kalorien. Im Alter kommt es schon mal zu Störungen des Stoffwechsels, die Organe arbeiten nicht mehr optimal, Niere und Leber scheiden nicht richtig aus. Signale sind üble Körpergerüche.
  • Haut – Die Trockenheit der Haut nimmt im Alter zu und die Art der Hautkeime verändert sich. Sie zersetzen den Schweiß anders. Der hat also im Alter einen eigenen Duft.
  • Geruchssinn – Wie andere Sinne lässt auch der Sinn fürs Riechen nach. Ältere Menschen merken nicht, dass sie unangenehme Düfte aussenden.

Viel trinken, frisch kochen, den Stoffwechsel anregen, die Haut pflegen und regelmäßig die Zähne putzen: Das alles tut in jeder Lebensphase gut. Senioren brauchen dabei vielleicht Unterstützung. Hygiene von Körper und Geist sollten zur Gewohnheit werden, dann vernachlässigen wir sie auch im Alter nicht.

„Hier kann man ja vom Boden essen!“

Aseptisch sollte eine Wohnung sicherlich nicht sein, falls keine ansteckenden Krankheiten oder eine Immunschwäche vorliegen. Sauberkeit ist allerdings in jedem Alter geboten. Die lässt sich im aufgeräumten Umfeld am besten realisieren. Liegen Zeitungen rum? Wie viel Deko ist gemütlich und wann wird sie lästig? Wer viel anheben und schieben muss, macht nicht gerne sauber. Vielleicht beginnt die Hygiene beim Ausmisten? Wer darüber nachdenkt, kann gleich mal die Fenster weit öffnen und frische Luft rein lassen. Ist die Wohnung geordnet, fallen diese Handgriffe ganz leicht:

Schlafzimmer – morgens und abends gründlich eine Stoßlüftung durchführen. Das Bett spätestens alle zwei Wochen frisch beziehen. Zur Sicherheit eine waschbare Matratzenabdeckung verwenden. Verschmutzte Matratze, Kissen oder Decken ersetzen. Regelmäßig saugen und feucht wischen.

Wohnzimmer – nicht im Polstermöbel essen, sondern die Mahlzeiten am leicht zu reinigenden Tisch einnehmen. Das fördert auch die Aufmerksamkeit und den Respekt für die Ernährung. Einmal wöchentlich saugen, wischen und den Staub mit feuchtem Tuch entfernen.

Küche – das Spülbecken täglich auswaschen, einmal pro Woche sämtliche Lappen, Schwämme und Tücher wechseln. Textilien bei mindestens 60 Grad waschen und dann richtig trocknen vor dem Verräumen. Ebenfalls einmal pro Woche den Boden wischen und zwischendurch kehren oder saugen. Den Kühlschrank immer im Auge behalten: Verdorbene Lebensmittel wegschmeißen. Lieber öfter kleine Mengen einkaufen. Den Müll regelmäßig entsorgen. Auch hier: Lieber eine kleine Tüte nutzen und öfter zum Mülleimer gehen.

Bad – alle Bereiche wie Wanne oder Toilette mit jeweils eigenen Schwämmen reinigen, nach Bedarf und mindestens einmal pro Woche. Auch den Fußboden wöchentlich wischen. Die Toilettenbürste regelmäßig wechseln. Am besten einen Vorrat an Utensilien und Reinigungsmittel anlegen.

Mit dem Händewaschen beginnt die Körperhygiene

Für Senioren wie pflegende Angehörige gilt: Händewaschen ist der Schlüssel zur Gesundheit. Wann ist der Zeitpunkt dafür? Vor der Zubereitung von Speisen und der Mahlzeit, nach dem Toilettengang, dem Einkaufen, dem Naseputzen, dem Kontakt mit Müll. Natürlich müssen die Hände rein sein, wenn Medikamente eingenommen oder gegeben werden.

So wäscht man sich die Hände richtig:

  • Die Hände unter fließendes Wasser halten und gründlich einseifen. Dabei die Hände innen, außen, an den Nägeln und zwischen den Fingern einseifen.
  • 30 Sekunden seifen und dann unter fließendem Wasser abspülen.
  • Sorgfältig die Hände abtrocknen. Zuhause hat jede und jeder sein eigenes Handtuch, das regelmäßig getauscht wird. Im öffentlichen Raum Einmalhandtücher verwenden.

Wer die Hände so wäscht, vermeidet die Übertragung von Keimen. Zusätzlich kann ein pflegendes Desinfektionsmittel genutzt werden. Einmalhandschuhe sind Pflicht, wenn Pflegende den Toilettengang begleiten oder bei Pflege im Intimbereich sowie des Mundes und der Zähne helfen. Vielleicht ist dann auch Schutzkleidung sinnvoll, die gewechselt werden kann und die eigene Kleidung sauber hält. Diese „Verkleidung“ kann bei alten Menschen auf Ablehnung stoßen. Wie so oft, ist es gut, alle Handlungen ruhig und zugewandt zu erklären.

Man sollte sich auch Zeit für den gesamten Körper nehmen: Füße, Ohren und Fingernägel gehören dazu wie Haare und natürlich der Intimbereich. Die Pflege der Füße sollten Podologen übernehmen, falls sich starke Hornhaut oder Verformungen der Nägel gebildet haben. Ja, der Körper ist älter und hat sich verändert. Zum Glück passiert das nicht von heute auf morgen, sondern ganz langsam. Man hat Zeit das zu akzeptieren. Aufmerksame Körperpflege ist Ausdruck von der Liebe zu sich selbst.

Quellen:
Der Geruch des Alters: Wahrnehmung und Unterscheidung von Körpergerüchen  verschiedener Altersperioden
journals.plos.org

Hygienemaßnahmen in der häuslichen Pflege
www.pflege.de

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