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Das Alter und seine „besten Seiten“: exklusive Buchtipps

Wir starten gleich mit einer These: Wer sich auf das Leben mit älteren Menschen einstellen will, sollte mal wieder zum Buch greifen. Nicht unbedingt weil es sich um einen brandneuen Ratgeber zum Thema Älterwerden handelt, sondern weil es ums Lesen an sich geht. Das Lesen eines gedruckten Buchs in der heutigen Zeit schließt an die Lebenserfahrung der älteren Person an.Und: Man entzieht sich bewusst der digitalen Reizüberflutung. Wer Literatur auf dem Smartphone konsumiert, hat parallel Messengerdienste und andere Apps im Visier. Haben Sie das Gefühl, gedruckt vermittelte Nachrichten, besser zu behalten? Da könnten Sie richtig liegen. Informationen zur Gegenüberstellung von Digital und Analog gibt dieser Link: www.faz.net

Ein Buchhändler wird nicht alt …

Der lebende Beweis für die erfrischende Wirkung von Büchern ist Manfred Gottschalk. In dritter Generation führt er engagiert die Buchhandlung Gottschalk (verlinken mit https://www.buchhandlung-gottschalk.de)in Leverkusen-Schlebusch. 2017 wurde das 70-jährige Bestehen dieser kulturellen Institution gefeiert. Man tritt durch die rot lackierte Tür, ein Glöckchen bimmelt und die große, weite Welt der Bücher tut sich auf. Belletristik oder Sachbuch, Kochbuch oder Bastelanleitung, Bestseller oder Geheimtipp, Kalender oder Kinderbuch, Reiseliteratur oder Witzealmanach: Gottschalk hat es. Hier erhielten wir natürlich auch wunderbare Buchtipps über das Älterwerden.

„Das Älterwerden betrifft uns alle. Und viele glauben, es sei ganz schrecklich. Die Literatur heutzutage legt Wert darauf, die Vorteile des Älterwerdens darzustellen.“ Manfred Gottschalk macht jüngeren Lesern Mut und Ältere werden zustimmend nicken. Auch wenn der Körper nicht mehr so funktioniere, wie man sich das wünscht: Ist der Kopf klar, gelingt das Alter gut. Man ist gelassener, kann vieles besser genießen, muss nicht hektisch nach vorne streben – so der Literaturprofi.

Gelassenheit kann das Geheimnis des glücklichen Alterns sein

Mit diesen Gedanken leitet Manfred Gottschalk zum ersten Buchtipp über: Gelassenheit von Wilhelm Schmid. Klein und handlich wirkt dieses Buch irgendwie niedlich, wäre da nicht die rote Farbe des Einbands. Die Optik demonstriert einen Kontrast, den der Verlag so erklärt: „Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht nach Gelassenheit wächst (…) Eine bestimmte Lebenszeit schien lange wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden.“ Das Buch zeigt in zehn Schritten den Weg zu mehr Gelassenheit und ist somit für jedes Lebensalter ein Gewinn.

Gelassenheit von Wilhelm Schmid, erschienen 2014 bei Suhrkamp/Insel, ISBN 978-3-458-17600-8

Gegen das Verholzen des Denkens

Die größte Problemzone im Alter ist der Kopf – so prägnant stellt der Dumont Verlag den Ratgeber von Gregor Eisenhauer vor: Wie wir alt werden, ohne zu altern. Scheint wie Zauberei, ist es aber nicht. Es geht dabei nicht um körperlichen Verfall oder Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer. Der Autor deckt die Verholzung des Denkens auf. Sie lässt uns schneller altern, als wir wirklich sind. Ob ältere Menschen mit diesem Ratgeber das Übel der Senilität bei den Wurzeln packen können? Wir glauben, das ist schwierig. Aber Kinder und Enkel profitieren von diesen Ideen – für sich selbst oder mit dem Verständnis für die ältere Generation.

Wie wir alt werden, ohne zu altern, erschienen 2016 bei Dumont, ISBN 978-3-8321-9818-3

Das Alter einfach weglächeln … oder besser richtig lachen!

Während bei den ersten beiden Tipps, die Heiterkeit  teils zwischen den Zeilen steckt, greift Oma, die Nachtcreme ist für 30-jährige!offensiv die Lachmuskeln an. Enkelin und Autorin Anja Fritzsche hat Episoden aus dem Leben mit Ihrer 107-jährigen Oma aufgeschrieben, die auch anrühren und zum Nachdenken anregen. Das Buch macht Spaß und Oma Maria freut sich auf ihrer Wolke sicherlich über all die glücklichen Leser … sie ist im Sommer 2018 friedlich für immer eingeschlafen. Was viele von uns am meisten fürchten, ist eingetreten. Das gesamte Projekt rund ums Buch nimmt etwas von der Angst. Hier lohnt es sich, die Fanpage der Autorin und ihrer Oma zu besuchen (@Oma107). Eine schöne Großeltern-Kinder-Enkel-Aktion der digitalen Art. Dabei wird deutlich: Jüngere sollten nachfragen und Ältere wirklich etwas Persönliches preisgeben. Im Seniorenalltag dreht sich vieles ums Gleiche: Blutdruck, Zucker, Verdauung. Das Buch regt an, diese Sorge mal beiseite zu lassen oder besser: beiseite zu lachen. Oma Maria war keine Operdiva oder Agentin – und doch wirkte ihr Leben auf die Enkelin so spannend wie ein Krimi. So eine Zeitreise kann für Alt und Jung begeisternd sein – einfach mal ausprobieren!

Oma, die Nachtcreme ist für 30-jährige!, erschienen 2017 bei Ullstein Buch Verlage, ISBN 13 978-3-5483-7775-9

Anstrengend oder anregend? Das Leben zwischen 50 und 60

Super: Die Kinder sind aus dem Haus. Schwierig: Die Eltern werden alt. Mit 50 hängt man genau dazwischen und sucht seine Position. Das Schönste an uns sind wirist ein Buch von Frauen für Frauen … es soll aber auch schon in Männerhände gefallen sein. Die Autorinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg gehen alle Facetten dieser Lebensphase der Generation Babyboomer an – offen und mit Humor. Eine Lektüre für Leute, die sich jetzt um die ältere Generation kümmern und das Leben zugleich für sich neu entdecken.

Das Schönste an uns sind wir, erschienen 2018 bei Eisele Verlag, ISBN  978-3-96161-006-8

Unser Tipp zum Schluss: im Buchhandel kaufen

Die Definition von Zeit verändert sich im Alter – auch für Menschen, die mit Senioren leben. Man muss sie sich nehmen, sonst ist die Beziehung freudlos. Sicherlich könnten sie die oben genannten Titel im Netz bestellen. Sie sparen damit wahrscheinlich Zeit. Aber: Sie reduzieren bestimmt Lebensqualität. Besuchen Sie mit Ihren Eltern oder Großeltern lieber die Buchhandlung in der Nähe. Genießen sie die Atmosphäre, den Duft von bedrucktem Papier, die Gespräche rundum. Unser Leben hat viele „gute Seiten“.

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